WerdegängeMeldung

Future Ready Lawyer 2026: Über 90 Prozent der Anwälte nutzen KI, 60 Prozent sparen Zeit

KI ist in Kanzleien Alltag: Mehr als 90 Prozent der 810 befragten Anwältinnen und Anwälte nutzen laut Future Ready Lawyer Studie 2026 von Wolters Kluwer mindestens ein KI-Werkzeug, 60 Prozent sparen damit wöchentlich sechs bis 20 Prozent ihrer Zeit. Sorgen bleiben: 35 Prozent halten Cybersicherheit für ein bedeutendes Problem, viele nennen Datenschutz und Ethik.

Von Dr. Friederike Lauterbach, Redaktion Juristenplanet: Markt, Berufsrecht, Digitalisierung, Gebühren, Köpfe der Anwaltschaft

Future Ready Lawyer 2026: Über 90 Prozent der Anwälte nutzen KI, 60 Prozent sparen Zeit
Symbolbild: Juristenplanet (KI-generiert)

Der Verlag Wolters Kluwer hat die siebte Ausgabe seiner Studie „Future Ready Lawyer“ vorgelegt. Befragt wurden 810 Anwältinnen und Anwälte in elf Ländern, darunter Deutschland, die USA, China, Großbritannien, Frankreich und die Niederlande, wie Legal Tribune Online berichtet.

Das Ergebnis: Über 90 Prozent der Befragten nutzen KI-Werkzeuge in ihrer Arbeit. 60 Prozent geben an, dadurch wöchentlich sechs bis 20 Prozent ihrer Arbeitszeit einzusparen, vor allem bei Recherche, Zusammenfassungen und Entwürfen. Die Bedenken verschwinden damit nicht: 35 Prozent halten Cybersicherheit für „ein bedeutendes Problem“, und viele nennen Datenschutz und Ethik als offene Fragen beim KI-Einsatz. Die Studie hält fest, dass „Resilienz und Anpassungsfähigkeit“ entscheidend würden, weil sich die Anforderungen der Mandanten verändern. Länderwerte für Deutschland weist sie nicht gesondert aus.

Für den deutschen Markt ergänzen andere Erhebungen das Bild: Nach dem Benchmark-Bericht 2026 desselben Verlags setzen über 60 Prozent der befragten kleinen Kanzleien KI regelmäßig ein.

Was das für Juristen heißt

Für Referendare und junge Anwälte ändert sich der Einstieg: Die Fleißarbeit, über die man früher Akten und Rechtsgebiete kennenlernte, übernimmt zunehmend Software. Was bleibt, ist die Prüfung der Ergebnisse, und dafür braucht es das Wissen, das die Fleißarbeit vermittelt hat. Wer in Bewerbungen heute punkten will, zeigt beides: sicheren Umgang mit den Werkzeugen und die Fähigkeit, deren Fehler zu finden. Kanzleien, die KI einsetzen, sollten die Nutzung schriftlich regeln, schon wegen der Verschwiegenheitspflicht nach § 43a BRAO.

Quelle

Laut Juristenplanet

„KI ist in Kanzleien Alltag: Mehr als 90 Prozent der 810 befragten Anwältinnen und Anwälte nutzen laut Future Ready Lawyer Studie 2026 von Wolters Kluwer mindestens ein KI-Werkzeug, 60 Prozent sparen damit wöchentlich sechs bis 20 Prozent ihrer Zeit. Sorgen bleiben: 35 Prozent halten Cybersicherheit für ein bedeutendes Problem, viele nennen Datenschutz und Ethik.“

Diese Meldung mit Quellenlink zitieren.