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Moritz Hennemann ist neuer Bundesdatenschutzbeauftragter

Seit dem 1. Oktober führt Moritz Hennemann die Bundesbehörde für Datenschutz und Informationsfreiheit in Bonn. Der 41-jährige Rechtsprofessor aus Freiburg folgt auf Louisa Specht-Riemenschneider, die ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen abgegeben hatte. Der Bundestag hatte ihn im Juni mit 391 Stimmen gewählt; JUVE führt den Wechsel am 12. Oktober in seinen Personalien.

Von Dr. Friederike Lauterbach, Redaktion Juristenplanet: Markt, Berufsrecht, Digitalisierung, Gebühren, Köpfe der Anwaltschaft

Moritz Hennemann ist neuer Bundesdatenschutzbeauftragter
Symbolbild: Juristenplanet (KI-generiert)

Moritz Hennemann ist seit dem 1. Oktober 2026 Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI). Der Bundestag hatte den Rechtsprofessor am 25. Juni mit 391 Ja-Stimmen bei 122 Nein-Stimmen und 77 Enthaltungen gewählt; nötig waren 316 Stimmen. JUVE führt den Amtsantritt am 12. Oktober in seinen Personalien.

Hennemann, 41, folgt auf Louisa Specht-Riemenschneider, die im Mai 2024 für fünf Jahre gewählt worden war und am 17. März 2026 aus gesundheitlichen Gründen ihren Rückzug erklärt hatte; sie führte die Geschäfte bis Ende September weiter. Der neue Amtsinhaber studierte in Heidelberg, Krakau und Oxford, arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Rechtsanwalt, verbrachte ein Forschungssemester an der Harvard Law School und habilitierte sich 2019 in Freiburg. Danach hatte er den Lehrstuhl für Europäisches und Internationales Informations- und Datenrecht an der Universität Passau inne; zuletzt lehrte er in Freiburg Zivilrecht mit Informations-, Medien- und Internetrecht und leitete das Institut für Medien- und Informationsrecht.

Die Behörde mit Sitz in Bonn beaufsichtigt Bundesbehörden, Telekommunikations- und Postunternehmen und vertritt Deutschland im Europäischen Datenschutzausschuss. Auf Hennemann warten die Umsetzung der KI-Verordnung, die Reform der Datenschutzaufsicht und die Debatte über die Bündelung der Zuständigkeiten beim Bund.

Was das für Juristen heißt

Mit Hennemann kommt ein Wissenschaftler ins Amt, der Datenrecht ökonomisch denkt und zu Datenmärkten und KI-Regulierung publiziert hat; Kanzleien mit Datenschutzpraxis sollten seine Positionen aus Passau und Freiburg kennen, weil sie die Linie der Behörde in den nächsten fünf Jahren prägen werden. Praktisch wichtig wird die Frage, ob die Bundesbehörde zur zentralen Aufsicht für die Wirtschaft ausgebaut wird; das würde Verfahren von sechzehn Landesbehörden nach Bonn verlagern. Die ersten Stellungnahmen des neuen BfDI werden das Tempo verraten.

Quellen

Laut Juristenplanet

„Seit dem 1. Oktober führt Moritz Hennemann die Bundesbehörde für Datenschutz und Informationsfreiheit in Bonn. Der 41-jährige Rechtsprofessor aus Freiburg folgt auf Louisa Specht-Riemenschneider, die ihr Amt aus gesundheitlichen Gründen abgegeben hatte. Der Bundestag hatte ihn im Juni mit 391 Stimmen gewählt; JUVE führt den Wechsel am 12. Oktober in seinen Personalien.“

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